Störche 2022

... auf dem Kirchturm von Hehlingen (Wolfsburg).

 

Während im Wolfsburger Umland die ersten Störche bereits eingetrudelt sind, beginnt in Hehlingen das Warten auf die  Hehlinger Störche. Nachdem das Nest im letzten Jahr den Besitzer gewechselt hat, ist dieses Jahr mit einer früheren Ankunft zu rechnen.

Hoffen wir, dass die beiden ihren langen Weg nach Afrika im letzten Jahr gut gemeistert haben und in diesem Jahr eine glückliche Heimreise haben werden. Mal sehen, was sich bis dahin im Hehlinger Nest tut.

 


Chronik

24.02.2022

Die erste schwarz-weiß-rote Frühlingsbote schaut in Hehlingen vorbei und ruht sich von seiner langen Reise im Nest auf der Kirchturmspitze aus. Sollte es schon einer des Brutpaares aus dem letzten Jahr sein?

 


14.03.2022

Und plötzlich sind es zwei! Drei Wochen nach dem ersten Storch ist nun auch der zweite angekommen. Auch er, bzw. sie, trägt keinen Ring. Es könnte sich damit sehr wahrscheinlich um das Paar handeln, das die angestammten Störche im letzten Jahr vertrieben hat.

 


06.04.2022

Die Brutzeit hat begonnen. Seit ein paar Tagen sitzt immer einer der beiden Störche im Nest. Ende April oder Anfang Mai ist damit zu rechnen, dass der erste Jungstorch schlüpfen wird.

 


06.05.2022

Der erste Nachwuchs ist zu sehen!

Wie bereits vermutet, hat der erste Jungstorch Anfang Mai das Licht der Welt erblickt.


11.05.2022

Die Natur kann auch grausam sein. Einer der Jungstörche wurde von einem der Elternstörche getötet und gefressen. Dieses unter dem Begriff Kronismus bekannte Verhalten tritt bei Störchen gelegentlich auf, wenn das gefundene Futter nicht für alle Jungtiere reicht.


Bilder-Tagebuch

13. - 15.05.2022

Nach der Tötung des einen Jungvogels am 11.05. sind zwei kleine Störche übriggeblieben. Das Leben im Nest hat wieder seinen normalen Gang aufgenommen: Die Kleinen scheinen einen ungebremsten Appetit zu haben und betteln die Eltern mit Nachdruck an und diese kümmern sich laufend um die Beiden. Wollen wir hoffen, dass die Altvögel es schaffen, die Kleinen durchzubringen, denn allgemein ist die Situation sehr angespannt in unserer Region.

 

Aktueller Bericht des Weißstorchbetreuers:

"Wolfsburger Nachrichten: Trockenheit - Nahrung für Weißstörche in Wolfsburg wird knapp".


11.05.2022

Nichts deutete auf das Drama hin, das sich am Ende des Tages zutragen sollte. Das Nest wurde am Morgen neu gepolstert, die Eltern wechselten sich auf dem Nest ab und kümmerten sich um den Nachwuchs. Auch der Abend schien entspannt zu beginnen, bis plötzlich einer der Altstörche sich eines der Jungen packte und es durch heftiges Schütteln tötete.  Nach mehreren Versuchen verschlang der Altstorch im Anschluss das getötete Jungtier.

So grausam es ist, das Töten und von eigenen Jungen kommt in der Natur immer wieder vor. Gründe dafür können sein, dass ein Jungtier krank und schwach ist oder dass das Nahrungsangebot nicht für alle Jungtiere reicht. Durch das Töten eines Jungtieres werden dann die Überlebenschancen der anderen erhöht. Das Töten des eigenen Nachwuchses wird als Infantizid bezeichnet, ist es mit Kannibalismus verbunden, wie in diesem Fall, spricht man von Kronismus (benannt nach dem Titanen Kronos aus der griechischen Mythologie, der seine eigenen Kinder gegessen hat).

Aufgrund der Trockenheit der letzten Wochen ist es möglich, dass unsere Altstörche nicht genügend geeignetes Futter für den noch sehr jungen Nachwuchs finden können, wie z. B. Würmer.  Eventuell ist das Brutpaar auch noch unerfahren und hat früh zu dieser radikalen Maßnahme gegriffen. Im Hitzejahr 2018 brachte das vorherigen Storchenpaar einen Nachzügler durch, auch wenn es zum Schluss sehr kritisch wurde.

Am 12.05.2022 konnten weiterhin zwei Jungstörche im Nest beobachtet werden. Es müssen Anfang des Monats also mindestens drei Störche geschlüpft sein. Wollen wir hoffen, dass den anderen dieses Schicksal erspart bleibt.


 

10.05.2022

Es sind mindestens zwei! Ein weiterer Jungstorch hebt seinen kleinen Schnabel in die Luft.


06.05.2022

Heute war ein kleines Köpfchen zu erkennen, dass sich gerade mal so über den Nestrand erhob.  Also wird das erste Küken, wie bereits vermutet, in den ersten Mai-Tagen geschlüpft sein. Die spannende Frage ist nun, wie viele Jungstörche werden es in m Jahr sein werden?


 

03.05.2022

Seit Wochen ein unverändertes Bild. Vom Nachwuchs ist noch nichts zu sehen, es könnte aber durchaus sein, dass ein erstes Junges schon geschlüpft ist, denn in den letzten Tagen wird immer häufiger mal aufgestanden und ins Nest geschaut.

Abwechslungen bringen die Besucher, die gelegentlich vorbeischauen und sich dabei auch schon mal hakeln. Und - wie in diesem Fall - ihre Bahnen auch mal schön vor der Kamera ziehen. Des einen Leid, des anderen Freud. Da möchte sich auch mal ein Reiher mit einreihen.


 

07.04.2022

Ein Bild, das man nun selten sieht. Beide Störche sind im Nest. Grund dafür war aber in diesem Fall ein Besucher, der von den Beiden nicht aus den Augen gelassen wurde. Aber zum Glück bleib alles friedlich. Der Besucher genoss auf dem Dach des Pfarrhauses ein paar Sonnenstrahlen und trotzte den Windböen, bevor er wieder weiterzog.


01. - 06.04.2022

Das Wetter ist im April immer für eine Überraschung gut. Nachdem es den ganzen Winter nicht einmal geschneit hat, überzieht eine Kaltfront das Land just am 01.04. mit einer weißen Decke aus Schnee. Doch genauso schnell wie der Spuk gekommen ist, ist er auch wieder vorbei und man genießt die Frühlingssonne. Das Storchenpaar konzentriert sich nun auf eine neue Aufgabe: Nach den Wochen des Turtelns bricht nun die Brutzeit an. Die nächsten Wochen wird immer einer der beiden auf dem Nest sitzen und die Eier wärmen, während der andere sich versorgt und immer wieder frisches Material zum Auspolstern des Nestes besorgt. Ende April oder Anfang Mai ist der erste Nachwuchs zu erwarten.


14. - 15.03.2022

An diesem grauen Montag sind plötzlich zwei Störche auf dem Nest zusehen. Ganz offensichtlich ist ein Weibchen dazugekommen, dessen Federkleid von der langen Reise noch recht mitgenommen aussieht. So wie das Paar im letzten Jahr sind beide unberingt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich um das Brutpaar aus dem letzten Jahr handelt.

Dafür spricht auch, dass man sich nicht viel Zeit mit der Familienplanung lässt, wie man bereits am zweiten Tag der trauten Gemeinsamkeit sehen konnte ...


 

05.03.2022

Es gefällt dem Storch in Hehlingen. Er ist nicht weitergezogen und scheint nun auf die Dame seines Herzens zu warten. Jeden Tag putzt er sich fein raus und hält nach ihr Ausschau.


24.02 - 26.02.2022

Früher als in den letzten Jahren findet sich der erste schwarz-weiß gefiederte Frühlingsbote in Hehlingen ein. Er lässt sich im Nest auf der Kirchturmspitze der St.-Pankratius-Kirche nieder und scheint sich dort von den Strapazen seiner langen Reise erholen zu wollen. Ob die Reise hier zu Ende ist oder ob es sich nur um ein Etappenziel handelt, werden die nächsten Tage zeigen. Oft schon zogen die ersten gesichteten Störche nach einer kurzen Rast weiter. Das Brutpaar des letzten Jahres, das die angestammten Störche vertrieben hat, kam damals Mitte und Ende März in Hehlingen an.