Störche 2021

... auf dem Kirchturm von Hehlingen (Wolfsburg).

 

Während im Wolfsburger Umland die ersten Störche bereits seit Anfang Februar ihre Nester besetzt haben, beginnt in Hehlingen das Warten auf die "Spätheimkehrer", trudelt das hier ansässige Paar in der Regel erst Anfang April  wieder ein.

Hoffen wir, dass die beiden ihren langen Weg nach Afrika im letzten Jahr gut gemeistert haben und in diesem Jahr eine glückliche Heimreise haben werden.

 


Chronik

05.03.2021

Die ersten schwarz-weiß-roten Frühlingsboten haben in Hehlingen vorbeigeschaut. Zwei Störche fanden sich auf dem Kirchturm ein. Einer von beiden hat im Jahr 2016 in Warmenau das Licht der Welt erblickt, wie sein Ring mit der Nummer DEW6T481 verrät. Allerdings war es nur eine kurze Stippvisite der beiden Störche.

11.03.2021

Der nächste Gast im Hehlinger Nest. Der Storch trägt einen Ring mit der Nummer DEW4T434, der verrät, dass er schon seit einigen Jahren immer wieder in unsere Region zurückkehrt. Begrüßt wird er von einem Krähenpärchen.

12.03.2021

Nur einen Tag später ist der alte Besucher fort und der nächste schon wieder da. Er verrät uns allerdings nichts über sich, weil er unberingt daherkommt. Aber er bleibt länger als einen Tag. Mal schauen, wie es weitergeht.

24.03.2021

Fast zwei Wochen musste der Storch warten, bis die einsamen Tage im Nest ein Ende gefunden haben. Früh am Morgen war das Nest von einem Paar besetzt. Auch der neu hinzugekommen Partner ist unberingt, sodass seine Herkunft nicht festgestellt werden kann. Es ist aber wahrscheinlich nicht das angestammte Storchenpaar, das in den letzten Jahren immer erst im April zusammengefunden hat. Es bleibt abzuwarten, wie die Geschichte sich weiterentwickelt.

06.04.2021

Das Pärchen ist zusammen geblieben und die Liaison scheint Früchte zu tragen. So wie es aussieht, hat die Brutzeit begonnen. Zumindest findet sich jetzt immer einer der beiden sitzend im Nest.  Wenn alles gut geht, wäre dann Anfang Mai mit Nachwuchs zu rechnen.

12.04.2021

Es war zu erwarten: Da angestammte Männchen ist von seiner Reise zurückgekommen und erhebt Anspruch auf "sein" Nest. Nach zwei blutigen Auseinandersetzungen muss es sich jedoch diesmal geschlagen geben, das Pärchen behauptet seinen Nistplatz. Bei den heftigen Kämpfen wird das Brutgelege zerstört. Wird das  Storchenpaar noch einmal von vorn anfangen?


Bilder-Tagebuch

14.04.2021

Die beiden scheinen am Neustart zu arbeiten ...


12.04.2021

Aufregung im Storchennest! Spät ist das angestammte Männchen aus dem Süden zurückgekehrt, doch nun will er "sein" Nest wieder besetzen. Doch das Storchenpaar widersetzt sich mit aller Gewalt und so kommt es zu erbitterten, blutigen Kämpfen um das Nest. Gegen Mittag ringen die Störchenmännchen über eine halbe Stunde um die Vorherrschaft. Auch das Weibchen greift immer wieder in den Kampf ein, bis sich am Ende das alte Storchenmännchen arg gezeichnet zurückzieht. In einer weiteren Attacke am Nachmittag kann es sich auch nicht durchsetzen und überlässt dem Paar das Nest. Bis auf ein paar blutige Blessuren scheinen die Kontrahenten die Auseinandersetzung gut überstanden zu haben, das Brutgelege leider nicht.

 

Durch die heftigen Kämpfe wurde das Gelege offensichtlich zerstört. Ein vermutlich beschädigtes Ei wurde aus dem Nest geworfen und die beiden Störche stehen überwiegend im Nest, anstelle auf einem Gelege zu hocken. Man kann nur hoffen, dass die beiden noch einmal von vorn anfangen und doch noch für Storchennachwuchs sorgen. Zeit hätten sie ja noch.

 

Am Abend sieht man das Storchenpaar erschöpft, aber scheinbar auch zuversichtlich im Nest.

 

Der Kampf nähert sich dem Höhepunkt ...

Der traurige Höhepunkt des Tages  ...

Am Ende des Tages ...


31.03. - 09.04.2021

Home sweet home - in den letzten Tagen wurde auffällig viel am Nest gearbeitet. Über Ostern wurde das Nest gründlich geputzt und ordentlich mit Gras ausgepolstert. Noch auffälliger ist aber, dass nun permanent einer der beiden Störche im Nest hockt. Vieles spricht dafür, dass nun das Brüten begonnen hat. Wenn dem so ist, wird Anfang Mai das erste Küken schlüpfen.  Ein paar Impressionen ...


26.03. - 29.03.2021

Die beiden Störche haben wohl endgültig zueinander gefunden. Jedenfalls wirken die beiden sehr vertraut miteinander. Und auffällig: Das Weibchen sitzt sehr häufig im Nest und wird vom Männchen sanft am Kopf gekrault, gelegentlich wirft es auch einen neugierigen Blick ins Nest. Ist womöglich schon eine Osterüberraschung in Arbeit?


25.03.2021

Nanu, Unruhe im Nest? Ein Besucher umkreist den Kirchturm. Mit Klappern und Aufplustern zeigt das Pärchen deutlich, was es davon hält. Aber unbeirrt zieht der fremde Storch seine Kreise. Und wenn Klappern nicht mehr hilft, muss der Chef auch mal den Besucher verscheuchen.


24.03.03.2021

Frühmorgens sind es auf einmal zwei Störche, die hoch oben im Nest zusammenhocken. Anfangs scheinen sie noch etwas zu fremdeln, aber mit dem zunehmenden warmen Licht der Sonne tauen offensichtlich auch die beiden auf. Es dauert nicht lange und das Eis ist gebrochen. Und danach gilt es wohl, keine Zeit zu verlieren ...


14.03.2021

Dem Neuankömmling scheint es zu gefallen, oder er braucht eine längere Pause nach seiner weiten Reise. Auf jeden Fall kehrt er nach kurzen Ausflügen immer wieder zum Nest zurück. Mal schauen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.


12.03.2021

Die noch tief stehende Sonne des anbrechenden Tages und die abziehenden Regenwolken der Nacht bescheren dem Beobachter nicht nur ein stimmungsvolles Bild des Morgens, sondern auch einen neuen Besucher. Diesmal hat sich ein unberingter Storch im Nest eingefunden, der sich von den ersten Sonnenstrahlen wärmen lässt.


11.03.2021

Wieder Besuch im Nest, aber es nicht der Warmenauer, sondern ein anderer Storch hat sich hoch oben auf dem Kirchturm niedergelassen. Eine Art Vagabund, wie es scheint, denn seine Ringnummer DEW4T434 verrät, dass er in unserer Region schon rumgekommen ist: 2015 wurde er aus Hohne beim NABU in Leiferde abgegeben, weil der Ärmste eine Menge Gummibänder verspeist hatte, was ihn an den Rande des Todes gebracht hatte.  Nach der Entfernung der Bänder erhielt er seine Freiheit wieder und wurde 2016 in Hedeper, südlich des Elms, gesichtet und 2018 in Osloss, zwischen Wolfsburg und Gifhorn. Dort versuchte er, einem anderen Storch das Nest streitig zu machen, zog aber den Kürzeren. Leider wurde er auch auf der naheliegenden Mülldeponie bei der Futtersuche gesichtet, aber bisher scheint alles gut gegangen zu sein. Im letzten Jahr gab es Sichtungen in Vorsfelde und in Warmenau, wo er sich kurzzeitig im dortigen Nest aufgehalten hat. Ob Hehlingen wohl auch nur eine Zwischenstation ist ...?


05.03.2021

Zwei Störche kündigen auch in Hehlingen den Frühling an. Einer von ihnen ist ein beinahe schon alter Bekannter. Wie in den Jahren zuvor, schaute ein "Warmenauer Jung" vorbei, der dort 2016 ausgeflogen ist (6T481). Wen er da heute mitgebracht hat, lässt sich mangels Ring leider nicht ermitteln, es könnte sich aber durchaus um eine weibliche Begleitung handeln. 2018 und 2019 versuchte der Warmenauer in Hehlingen sesshaft zu werden, wurde aber vom angestammten Männchen nach heftigen Kämpfen vertrieben. Ob er sich das gemerkt hat ...?  Denn die beiden waren nach dem kurzen Aufenthalt an diesem Tag jedenfalls nicht mehr zu sehen.